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Come Again

  • Autorenbild: michael marquart
    michael marquart
  • 13. Juni 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Unser erstes digitales Chor-Projekt 'Come again' ist vollendet. Es war tatsächlich nicht geplant, als Corona-bedingte Notlösung auf den letzten Drücker, bevor hoffentlich das normale Leben in Bälde wieder möglich sein wird. Es ging uns vielmehr darum, unsere eigenen Erfahrungen mit den gegebenen technischen Möglichkeiten zu machen.


Der weitere Gedanke war, sich damit nicht nur in einem geschlossenen Kreis als Chor zu präsentieren. Denn: losgelöst von Raum und Zeit ist ein digitales Medium höchst flexibel und bestens dazu geeignet, andere Singbegeisterte einzuladen, um dabei mitzumachen.


Ich muss sagen, der Erkenntnisgewinn dabei für mich persönlich war sehr groß.

  1. Mit dem gemeinsamen Singen und Musizieren, dem dabei entstehenden Gefühl hatte das alles wenig zu tun. Aber diesen Anspruch hat dieses Format auch gar nicht.

  2. Gut ist, wenn ein gewisser Experimentier-Trieb vorhanden ist. Eine positive Einstellung zur Technik ist ebenfalls hilfreich. Und es braucht Geduld. Für eine/n 'normale/n' Laienchor-Sänger/in, der auf seine Singnachbarn und auf eine Einstudierung in der Gruppe angewiesen ist, eignen sich solche digitalen Projekte eher weniger.

  3. Ebenfalls eine starke Erfahrung: Ich war plötzlich mit mir selbst, mit meiner eigenen Stimme konfrontiert und musste mich damit auseinandersetzen. Die Stimme klingt nun mal ganz anders, wenn man sie aufnimmt und abspielt, und

  4. ich war an einem Chor-Projekt beteiligt, das gemeinsam mit anderen Menschen entstanden ist, die ich vorher noch gar nicht gekannt habe. Eine ganz spannende Sache. Das bedeutet nicht gleichermaßen, dass daraus ein persönlicher Kontakt entstehen wird, aber es ist dahingehend zumindest eine Chance.

Mein persönliches Fazit: Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich bin um eine Erfahrung reicher. Ich brauche das nicht alle paar Wochen, aber so zweimal im Jahr wäre durchaus in Ordnung.


Jetzt überlege ich nur noch, wo ich das digitale Chorprojekt in meinem Schriftführer-Vereinsordner abhefte.


Das Ergebnis kann sich hören und sehen lassen. Hier der Link dazu:








 
 
 

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