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Männerquote

  • Autorenbild: michael marquart
    michael marquart
  • 31. Aug. 2020
  • 1 Min. Lesezeit

In den letzten Monaten wurde mal wieder verstärkt in der Öffentlichkeit über das Thema ‚Frauenquote‘ diskutiert. In der Politik und in der Wirtschaft sollen wichtige Ämter und Posten paritätisch mit Frauen besetzt werden, so die Forderung.

Ich plädiere im Gegenzug an der Stelle für eine Männerquote. Nämlich in Chören. Dort ist die Frage nach der Durchsetzung einer Frauenquote schon längst obsolet. Ja, vor Jahrzehnten wäre das noch berechtigt gewesen. Chorgesang war bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts eine Männerdomäne. Dieser Historie entsprechend heißt unser Verein ja heute noch Sängerbund.


Plötzlich waren sie dann da, die Frauen. Ganz ohne große Forderung nach mehr Weiblichkeit in Gesangvereinen ist das passiert, sondern einfach so. Und dann wurden es immer mehr. Männerstimmen sind mittlerweile ‚Mangelware‘.


Während es immer mehr Frauenchöre gibt, sterben Männerchöre langsam aus. In den meisten gemischten Chören sind die Frauen in der großen Überzahl. Bei manchem Verein ist es schon gängige Praxis, eine neue Sängerin nur dann in den Chor aufzunehmen, wenn diese einen Mann mitbringt.


Leider lassen sich Quoten nicht einfach so durchsetzen, wie man es gerne hätte. Viele unterschiedliche Faktoren spielen dabei eine Rolle, unter anderem kommt es darauf an, ob es hinreichend Personen gibt, die willens, interessiert und auch geeignet sind. Trotzdem: ich plädiere für eine Männerquote in Chören. Fordern kann man das ja mal.


 
 
 

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