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  • michael marquart

Gesund

Aktualisiert: Juli 11

Vor kurzem erst habe ich in einem Chormagazin gelesen, dass es tatsächlich einen eingetragenen Verein namens Singende Krankenhäuser gibt. Dessen Anliegen ist es, heilsame und gesundheitsfördernde Singangebote zu verbreiten. Dazu werden auch Ausbildungsmöglichkeiten zu Singleiter*innen angeboten.


Dass Singen eine positive gesundheitliche und psycho-soziale Wirkung haben soll, darüber gibt es weltweit zahlreiche wissenschaftliche Studien, die immer wieder von Musik- und Chorverbänden angeführt werden, um Werbung in eigener Sache zu machen. Da geht es um verbesserte Atmung, Lungenfunktion, Freisetzung von Glückshormonen, etc.


Manchmal habe ich das Gefühl, dass bestimmte Wirkungsmöglichkeiten beim Singen überschätzt werden, zumindest aber nicht verallgemeinert werden können. Damit einem etwas gut tut, muss das Tun einer Sache in erster Linie Spaß machen. Und es kommt darauf an, wie man es ausführt. Für einen überzeugten ‚Nicht-Sänger‘, dürften bei einem verordneten Therapie-Singen wohl eher Zwangsgefühle und Unbehagen die Folge sein.


Grundsätzlich ist m.E. für Menschen jede Art von Aktivität und Erleben von Gemeinschaft gesundheitsfördernd. Vielleicht kommen ja beim Singen noch spezielle Faktoren on top. Bei sportlicher Betätigung sind es halt andere.


Deshalb werbe ich dafür, dass man mehr Dinge ausprobiert, um festzustellen, ob sie einem Spaß machen. Der Gang in ein Fitness-Studio fällt da vielen offensichtlich leichter, als testweise mal für eine gewisse Zeit in einen Chor hinein zu schnuppern. Das ist schade, denn falls (Chor-)Singen denn tatsächlich Spaß machen sollte, hätte es durchaus viele positive gesundheitliche Wirkungsweisen…

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