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  • Autorenbildmichael marquart

Atmen

In meinem letzten Blog-Eintrag vom 10. Juli habe ich mich dahingehend geäußert, dass die gesundheitlich positiven Auswirkungen beim Singen überschätzt werden. Da will ich etwas zurückrudern, vor allem keine wissenschaftlich belegten Erkenntnisse in Frage stellen.


Vielleicht kommt meine kritische Haltung auch daher, dass ich mit den oft gehörten pauschalen Aussagen, wie Singen macht glücklich oder Singen stärkt das Wohlbefinden usw. wenig anfangen kann. Auf den konkreten Nutzen einer verbesserten Atmung, die beim Singen erlernt und trainiert werden kann, will ich mich jedoch gerne einlassen.


Unsere Atmung hat definitiv viel mit unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zu tun. Wir atmen im Normalfall unbewusst. Wir können dabei aber unbewusst falsch oder richtig atmen. Als richtiges Atmen gilt die sogenannte Bauchatmung. Vor allem in Stress-Situationen wirkt es beruhigend, ganz bewusst gleichmäßig, tief und ruhig in den Bauch einzuatmen. Die meisten Meditations- und Entspannungstechniken beruhen auf einem ruhigen Atemfluss. Wer es einmal ausprobiert hat, wird diesen positiven Effekt sicher bestätigen können.


Beim Singen wird man automatisch mit seiner Art zu atmen konfrontiert. Unbewusstes wird ins Bewusstsein gerückt. Sollten Sie sich einmal in einer gemeinsam singenden Runde wiederfinden (das können Sie übrigens am Sonntag, den 24. Oktober bei unserem Angebot Singen & Wandern), achten Sie mal auf die Schultern ihrer Mitsänger*innen. Wenn die Schultern beim Luft holen nach oben gezogen werden, läuft etwas falsch. Beobachten Sie auch einmal ganz genau, wie es Gesangsprofis machen, egal welches Genre. Deren Atmung werden Sie kaum wahrnehmen.


Nun besteht ein Laien-Chor eben nicht aus Profis. Jedes Chor-Mitglied kann aber für sich seine Atmung bewusst spüren und stetig daran arbeiten, diese zu verbessern. Die Bauchatmung habe ich selbst zwar schon lange verinnerlicht, aber um beim Singen wirklich richtig zu atmen, muss ich noch einiges üben. Dazu braucht es Achtsamkeit. Auch die gilt übrigens als wichtiger Baustein für unsere Gesundheit und ein gutes Leben.


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