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  • michael marquart

Aufmunterung

Ich singe schon noch. Sogar recht regelmäßig. Zwar keine Chorliteratur, aber immerhin mein eigenes bescheidenes musikalisches Repertoire. Allerdings allein. Das macht nur bedingt Spaß und dient für mich vor allem dazu, um in der Übung zu bleiben.


Die Energie, um nur für sich allein etwas zu tun, im stillen Kämmerlein, erschöpft sich irgendwann. Man spürt an der Stelle deutlich, es braucht mehr. Den Spaß, sein Hobby mit Gleichgesinnten auszuüben, zum Beispiel. Im Chor das gemeinsame Proben. Vielleicht auch ein herausforderndes Ziel, einen Auftritt oder ein Konzert als Ansporn.


Acht Monate sind schon vergangen, seit unserem letzten und einzigen öffentlichen Auftritt in 2020. Trotz Impffortschritte wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis unser Vereinsleben langsam wieder anlaufen kann.


Deshalb mein Wunsch an euch: durchhalten und immer mal wieder ganz bewusst singen, was euch grade so einfällt, worauf ihr Lust habt, wie eben eure Stimmung im Moment ist. Singen tröstet, Singen berührt und Singen muntert die Seele auf.


Deshalb gilt dieser Wunsch auch nicht nur unseren Chor-Sängerinnen und -Sängern. Jede/r sollte das für sich ausprobieren. Solange es nicht anders geht oder weil man sich nicht anders traut, gerne dann auch im stillen Kämmerlein, für sich allein. Vielleicht hilft es ja, denn Aufmunterung können wir in diesen Zeiten alle gut gebrauchen.


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