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  • michael marquart

Mach es zu deinem Projekt

Der Werbeslogan einer bekannten Baumarktkette von 2009 ist nun auch schon einige Jährchen alt. Für viele Chöre aber ist der Satz nach wie vor aktuell.


Chorprojekte liegen noch immer im Trend. Vor Jahren war es vor allem der Gedanke, dadurch neue Sängerinnen und Sänger in den Chor zu locken. Wer mal einige Wochen in der Gemeinschaft mitsingt, mag sich dann vielleicht doch für das regelmäßige Chorsingen entscheiden, so hofften die Werbenden in der Regel vergebens.


Auch wir hatten mit der Gospel-Messe 'To Hope' vor mittlerweile ziemlich genau 20 Jahren erstmals externe Singbegeisterte über die Ortsgrenzen hinaus angesprochen. Unserem Chor angeschlossen hat sich daraufhin niemand.


Das heißt aber nicht, dass Chorprojekte deshalb nicht sinnvoll sind. Im Gegenteil. Es gibt einige Gründe, warum sich Chöre noch stärker öffnen sollten:

  • Singen verbindet: Dadurch entstehen neue Begegnungen. Es bereichert durchaus, den Chor-Alltag aufzubrechen, andere Menschen kennenzulernen und so neue Kontakte zu knüpfen. Das ganze setzt natürlich eine gewisse Offenheit aller Chor-Mitglieder voraus.

  • Ganz pragmatisch: Viele Gesangvereine sind heute nicht mehr in der Lage musikalische Vorhaben alleine zu realisieren, wenn Wert auf eine bestimmte Qualität gelegt wird. Dazu braucht es Verstärkung, die gut von außen kommen kann.

  • Es kann die Zukunft des Vereins bedeuten: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung legt heutzutage großen Wert auf Flexibilität in ihrer Freizeitgestaltung. Eine dauerhafte Vereinsbindung mit den üblichen Verpflichtungen schreckt da eher ab. Ein Chor-Projekt ist mit seiner zeitlichen Begrenztheit besser überschaubar. Die Schwelle, sich darauf einzulassen, sinkt. Nicht selten ist es so, dass bei einem Folge-Projekt weitgehend die gleichen Personen wieder mitmachen. Auch so könnte ein Verein künftig existieren.

Mit der Misa a Buenos Aires steht nun auch beim Sängerbund 1873 Eisenbach in seinem Jubiläumsjahr wieder einmal ein solches Chorprojekt auf dem Programm. Die Werbung dafür läuft. Drei Probesamstage sind geplant. Von Juli bis zu den Konzertterminen sollten die TeilnehmerInnen die wöchentlichen Chorproben besuchen. Ein Anspruch, der erfüllbar erscheint.


Der Vorteil: Je vielfältiger und vielzähliger die Stimmen, desto besser das Chor-Feeling für alle. Deshalb hoffen wir auf zahlreiche Anmeldungen und freuen uns auf möglichst viele Mitwirkende.


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