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  • Autorenbildmichael marquart

Stell dir vor, es wär nix los.

Die „Vereinsbeilage“ Unser Echo hatte am vergangenen Freitag einen Umfang von 24 Seiten. Genau so viele, wie die eigentliche Zeitung an diesem Tag.


24 Seiten voller Berichte über ehrenamtliches Engagement in Pfarreien, Vereinen, Verbänden allein nur in unserer Region. Turn- und Sportvereine, Musik- und Gesangvereine, Selbsthilfegruppen, Schulen, Feuerwehren, soziale Einrichtungen – alle haben etwas vollbracht und wollen darüber berichten. Eine unglaubliche Vielfalt. Jede einzelne Aktion steht für eine Vielzahl von Menschen, die wesentliche Teile ihre Zeit nicht nur allein in ihr Hobby, sondern damit auch in unser gesellschaftliches Miteinander investieren.


Und jetzt bitte kurz innehalten: Stellen wir uns einen Moment lang vor, das alles gäbe es nicht. Es wär sozusagen gar nix los! – ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, ich jedenfalls tue mir unglaublich schwer damit, mir so eine ereignislose, leere und kalte Welt auszumalen.


Vielleicht liegt darin die Antwort auf die Fragen, die ab und zu gestellt werden, warum, für wen und für was wir uns als Mitglieder in Vereinen engagieren. Nämlich, weil wir insgeheim nicht wollen, dass vor unserer Haustüre 'Sozial-Wüsten' entstehen. Weil wir lebendiges Miteinander schätzen und wissen, dass dies nur mit persönlichem Einsatz funktioniert. Die Vereins-Meier sind also nicht die Doofen, die die Arbeit für andere machen, sondern wichtige und wertvolle Stützen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Gerade in unserem Jubiläumsjahr ist viel los. Es gibt viel zu organisieren. Verschiedene Veranstaltungen mit großem Einsatz liegen bereits hinter uns. Weitere intensive Probevorbereitungen für unsere beiden geplanten großen Konzerte stehen noch an. Dazu soziales Singen, das VivaVoce-Konzert und unser Vereins-Familienfest.


Es gibt also noch einiges zu tun in den kommenden Monaten. Und wenn uns dabei zwischenzeitliche Zweifel kommen und wir das alles nicht immer und zu jedem Zeitpunkt ‚just for fun‘ machen, dann bitte einfach dran denken, wie unsere Welt aussehen würde, wenn nix los wäre.


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